Was will Mel Gibson?

Der Film "The Passion of The Christ", "Die Passion Christi", hat schon vor seinem Start ein gewaltiges Medienecho ausgelöst. Produziert wurde er von Starregisseur Mel Gibson, der für seinen Film "Braveheart" zwei Oscars gewonnen hatte: für die beste Regie (Regisseur war Mel Gibson selbst) und den besten Film. In der "Passion" wirken hochkarätige Schauspieler mit: Jim Caviezel, Monica Bellucci, die jüdische Schauspielerin Maja Morgenstern.

Trotzdem wurde der Film in vielen Zeitungen verrissen. Während er von Filmexperten hochgelobt wurde (z.B. von Franziskus v. Ritter-Groenesteyn, Drehbuchautor und tätig in der internationalen Filmfinanzierung: "Der Herr der Ringe" II und III), beklagten sich Journalisten über - man höre und staune! - die Gewaltdarstellung! Während man diese Klagen in der Presse sonst fast nie hört, kamen sie ausgerechnet bei diesem Film auf den Tisch. Was sich Gibson dabei gedacht hatte, kümmert offensichtlich keinen. Nachdem der Vorwurf des Antisemitismus vom Tisch war (auch Filmstar Kevin Costner verteidigte Mel Gibson: "Lasst ihn in Ruhe!"), schießt man sich auf dieses Thema ein. Hauptsache, man stellt sich nicht der religiösen Botschaft, die Gibson vermitteln will. Und die lautet eben: Christus litt für Dich und mich! Durch seinen Tod sind wir erlöst.

Aus Liebe hat sich Christus am Kreuz dem Vater als Opfer dargebracht.
Paulus schreibt im Epheserbrief: "Christus hat euch geliebt und hat sich für uns hingegeben als Gabe und Opfer." (5,2)
"Denn unser Paschalamm, Christus, ist geopfert worden." (1 Kor 5,7).
Im Matthäusevangelium sagt Christus selber: "Der Menschensohn ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösepreis für viele." (Mt 20,28).
Christus hat unsere Sünden auf sich genommen und für sie stellvertretend Genugtuung geleistet. Er hat dies aus Liebe getan. "Eine größere Liebe hat niemand, als wer sein Leben hingibt für seine Freunde" (Joh 15,13).

Jeder Einzelne darf sich sagen: Christus liebt mich mehr als sein eigenes Leben! Denn für mich hat er sein Leben hingegeben. Durch seinen Tod hat er uns den Himmel geöffnet: Das ewige Leben bei Gott in unendlicher Glückseligkeit! "Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört, in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben" (1 Kor. 2,9).

Mel Gibson in einem Interview mit Marlene von Arx (im Oltner Tagblatt):
Wir alle haben ja mal Krisen, und ich war vor zwölf Jahren ziemlich im Elend. Ich hatte alles und war doch nicht glücklich. Aber durch Leiden lernt man. Durch den Glauben, insbesondere die Passionsgeschichte, die ja der Grundpfeiler des christlichen Glaubens ist, habe ich dann die Kurve gekriegt. Es war klar, dass das früher oder später in meiner Arbeit als Künstler seinen Ausdruck finden würde.
Von Arx: Welche Botschaft wollen Sie mit «The Passion of The Christ» vermitteln?
Gibson: Ich wollte wieder zur Basis des Glaubens zurück, denn Politik, Geld, Habgier, Egoismus in den religiösen Institutionen vernebeln, worum es eigentlich wirklich geht: nämlich um Glaube, Hoffnung, Liebe und Vergebung.

Tino Lange vom "Hamburger Abendblatt", der als "aufgeklärter Heide" den Film besuchte, kommt zum Ergebnis:
"In der Konsequenz ist Gibsons Film nicht antisemitisch und auch nicht gewaltverherrlichend (...) Entscheidender ist, dass am Ende Liebe und Güte die Botschaft des Films sind, dass der Film zum Nachdenken und Diskutieren anregt und dass sogar der 'ungläubige' Autor mit einem bewegten, positiven Gefühl den Kinosaal verlässt."
("Hamburger Abendblatt" vom 6. März 2004)

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